Sannyasin
Swami Satyananda ist seit vierzig Jahren Sannyasin. Zwölf Jahre lebte er im Ashram seines Gurus Swami Sivananda von Rishikesh. Zwölf Jahre zog er als mendicant, als wandernder Sannyasin durch Indien, Ceylon und Afghanistan. Vor fünfundzwanzig Jahren gründete er die Bihar School of Yoga in Munger (Indien) und durch seine Inspiration und seine dynamische Kraft finden wir heute diesen wunderbaren Ashram auf dem Hügel über dem Ganges und viele Ashrams und Yogaschulen in der ganzen Welt.
Liebe
Liebe ist Kraft. Liebe ist Energie. Sie ist von allen Energieformen die höchste. Sie ist so erhaben, dass wir sie Gott nennen. Liebe ist Gott und gleichzeitig ist sie auch unsere wahre innere Natur. Sie ist das Zentrum unseres Seins, weil sie getrennt von uns nicht existieren kann. Doch wir Menschen glauben, dass Liebe nur außerhalb von uns zu finden ist, wir suchen außen nach etwas, das in uns liegt.
Sat Chandi Maha Yagya 1996
Ein paar Stunden im Transit vom Flughafen Bombay möchte ich nutzen, um einige der unendlich vielen Eindrücke vom Sat Chandi Maha Yagya, zu dem Paramahamsaji uns gerufen hat, nieder-zuschreiben. Es ist kein einfaches Unterfangen, weil es zu komplex war, um es in Worte zu kleiden. Trotzdem, der Wunsch, mit all denen, die nicht teilnehmen konnten, etwas von meinen Erlebnissen zu teilen, wird mich die passenden Worte finden lassen.
Ashram
Yoga hat sich auf der ganzen Welt ausgebreitet. Wir haben nahezu überall Ashrams, auf jedem Kontinent, in jedem Land: In Südamerika mit dem Hauptsitz in Kolumbien, in den USA mit Hauptsitz in San Francisco, in England mit Hauptsitz in London. Überall in Europa dehnen sich unsere Ashrams aus, in Frankreich, Holland, Belgien, Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, Spanien, Italien, Griechenland, Deutschland, Schweiz.
Sanskrit Namen für Yoga Übungen
Sanskrit Namen sollten beim Vermitteln von Asanas auch im Westen unbedingt benutzt werden. Wir haben vieles regionalisiert, mit Yoga sollte das nicht passieren. In Indien, Deutschland, England, Amerika, Grönland, Australien, China und Japan sollte Bhujangasana auch Bhujangasana bleiben. Es ist ein internationales Wort und wir müssen dafür kein Äquivalent wie Schlangen- oder Kobrahaltung finden.
Karma
Das Wort Karma stammt von der Sanskritwurzel Krit und das bedeutet, die Ausführung einer Handlung. Sowohl 'Kriya' als auch 'Karma'stammen von der Wurzel Krit. Kriya bedeutet Aktivität und Karma bedeutet Handlung, aber auch Manifestation.
Krishna
Krishna war der Größte aller Yogis. Warum? Weil er ein volles Leben gelebt hat. Als Schelm und Dieb, als Held und Liebhaber, als Herrscher und Weiser, so wird er auch heute noch in ganz Indien mit großer Liebe und Hingabe verehrt - in jedem Haus, ob reich oder arm. Endlos viele Geschichten über sein Leben sind durch die Jahrhunderte getragen worden, und seine Lehren sind in der großen Literatur des Ostens niedergeschrieben worden.
Dakshina - Das Recht zu Geben
Als Marpa, der große tibetanische Lama, zu seinem Guru Naropa kam, um sich unterweisen zu lassen, zögerte er nicht, ihm eine Tasche voll Goldmünzen zu geben. Das klingt zunächst etwas seltsam. Was will ein Heiliger mit Gold? Aber wenn wir nur ein wenig darüber nachdenken, müssen wir erkennen, dass auch ein Heiliger Leib und Seele zusammenhalten muss, wenn er in dieser Welt wirken soll. Und weil Marpa ihm sein Gold gab, konnte er sicher sein, dass Naropa nicht etwa des Hungers starb, bevor er alles von ihm gelernt hatte, was er wissen wollte.